Texte, die zum Beten führen

Wir denken an dich                                                                              

Wir denken an dich,

wenn wir gerade Lust haben,
wenn wir selber nicht mehr weiter wissen,
wenn uns danach zumute ist,
dann sagen wir auch mal:
Gott!

Wir glauben an dich,

aber ohne viel zu denken,
aber ohne uns festzulegen,
aber nur solange es nichts kostet,
so leben wir vor dir:
Gott!

B-I-B-E-L

Bestimmt
Ist die
Bibel
Eine gute
Lektüre, doch
Besonders
In der heutigen Zeit
Bleibt sie geschlossen
Einfach so -
Leben kann man
Besser ohne
Immer
Beständig
Ermahnt zu werden -
Lustlos. Man
Begnügt sich, sie
Im Regal zu lassen. Die
Bibel müssten so
Eigentlich viele schätzen -
Leicht gesagt -
Bedingt durch eine
Immer größere Selbstmordrate -
Bestimmt suchen viele
Einen
Lebenssinn - so
Bleibt
Ihre
Bedeutung
Eine globale, die man
Leicht von sich weisen kann.

(Daniela M.)

Ich habe keine Zeit

Hundertachtundsechzig Stunden hat die Woche!
Du sagst: „Ich habe keine Zeit, nachzudenken und zu beten!"

Ich sehe dich mit anderen stehen und höre, wie du nörgelst und urteilst.
Du richtest Menschen aus. Du urteilst pausenlos über sie in ihrer Abwesenheit.

Du sagst: „Ich habe keine Zeit zu beten."
Doch ich finde dich bei Tätigkeiten, die dir auf lange Sicht
nichts als Ärger bringen und dir den Frieden rauben!

Du sagst: „Ich habe keine Zeit!"
Dreihundertfünfundsechzig Tage hat ein Jahr!
Dreihundertfünfundsechzig Tage wartet Gott auf dich!

(Martin Gutl)

Das Lebensalphabet (nach Psalm 37)

Atme durch und zerfrans dir nicht das Maul über Taugenichtse. Reg dich nicht über Leute auf, die das Gesetz umgehen. Sie blühen auf und welken schnell wie Gras und Unkraut, die bald verdorren.

Bleibe im Lande und nähre dich redlich. Vertraue auf Gott, und tue Gutes. So hast du deine Freude an Gott. Er wird dir geben, was dein Herz begehrt.

Cäsaren kommen und gehen. Befiehl du Gott deine Wege. Hoffe auf ihn! Er macht es wohl. Des Morgens leuchtet dein Recht auf, und schon mittags wird es dir zugesprochen.

Du sei stille zu Gott! Hoffe auf ihn. Beneide die nicht, die so oder so alles hinkriegen. Streite dich nicht mit Leuten herum, die es auf Streit anlegen. Das bringt nur böses Blut.

Es hilft, ruhig und gelassen zu werden, statt aufzubrausen. Halt deinen Kopf klar, und red dich nicht in Rage. Wer Böses tut, verspielt seine eigene Zukunft. Wer auf Gott vertraut, dem wird Zukunft zuteil.

Fast sieht's so aus, als behalte Unrecht die Oberhand. Aber achte darauf, wie sich die Dinge entwickeln! Die unterdrückt wurden, werden das Land besitzen, an einer guten Zukunft werden sie sich freuen.

Güte zu verneinen, heißt Gott zu verneinen. Wer sich dem gütigen Gott versagt, wird seine Mitmenschen hart behandeln. Aber Gott schenkt dem Gebeugten Land, dem Gütigen Zukunft.

Hassen und sich an nichts zu stören, bedeutet Krieg! Die Armen und Unterdrückten haben dann nichts zu lachen. Aber wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen. Kriege sind sinnlos.

Ist es nicht besser, in kleinen Verhältnissen zufrieden zu sein, als auf Kosten anderer sich reich und dick zu fressen? Der Skrupellose wird sich den Hals brechen. Wer gerechten Handel treibt, den stützt Gott.

Jubele Gott zu! Er kennt die rechtschaffenen Menschen! Was sie erwerben, wird ihnen bleiben. Wenn Unheil hereinbricht, werden sie's überstehen. Wenn Hungersnöte kommen, werden sie trotzdem satt.

Keiner, der Gottes Gesetz verlacht, wird bleiben. Wer nur sich selbst kennt und Gott missachtet, wird wie ein prächtiges Erntefeld im Kriegsbrand verbrennen und in Rauch aufgehen.

Leute, die Gottes Recht mit Füßen treten, werden bald borgen müssen und nicht zurückzahlen. Wer gerecht lebt, wird freigiebig sein und gern wegschenken.

Menschen, die Gott segnet, gewinnen das Land. Wen Gott verflucht, der verliert alles.

Namen kommen und vergehen. Wer mit Gott geht, wird seinen Weg machen. Wenn er stolpert, wird Gott ihn stützen.

Ob ich irgendwelche Beweise für dich habe, Gott? Ich war jung und wurde alt. Aber niemals sah ich, dass der Gerechte alleine stand und seine Kinder nach Brot schrien.

Patentrezepte gibt es nicht. Aber immer sei der Gerechte hilfsbereit. Er leihe ohne Zögern. Seine Kinder werden ein Segen sein.

Qual und Leid durchtränken die Welt. Meide das Böse, tue das Gute. Suche Frieden, jage ihm nach! So wirst du im Lande bleiben.

Recht und Gerechtigkeit liebt Gott. Er verlässt nicht, die ihm treu dienen.

Wer Böses tut, hat keine Zukunft.

So soll es sein: Der Gerechte nenne das Unrecht beim Namen. Er sage und tue, was recht ist. Gottes Gebote leben in ihm. Er gehe seinen geraden Weg.

Tun und Vertrauen gehören zusammen. Wer gerecht lebt, wird im Lande wohnen bleiben, auch wenn der Gottlose ihm auflauert und ihn umbringen will.

Um keinen Preis überlässt Gott den Gerechten der Gewalt. Und wird er hingerichtet oder gemordet, ist er doch längst nicht vergessen und verdammt.

Vertraue auf Gott! Er wird dir das Land schenken. Du wirst erleben, wie Gottlose scheitern.

Wisse auch dies: Gottlose sind nicht einfach gottlos! Gewalttat und Unrecht mengen sich zusammen. Hass und Neid zerstören das Zusammenleben. Misstrauen und Angst bauen höchste Mauern.

Lass dir kein X für ein U vormachen! Ich sah Gottlose voller Stolz, Macht und Willkür, - hochgereckte Zedern im Libanon! Ich kam später vorbei, die Bäume waren gefällt! Noch einmal ging ich und suchte und fand gar nichts mehr vor!

Ypsilon, die vorletzte Weisung: Beobachte, die reinen Herzens sind, schau dir die Redlichen gründlich an! Wer gerecht lebt, kommt zu Heil und Wohlstand.

Zuerst und zuletzt gilt: Wer sich von Gott abkehrt, wird untergehen. Sein Ende ist namenlos. Die Gerechten aber wird Gott retten. Sie werden entkommen und frei sein!

Anfang und Ende - In Gott wirst du dich bergen.

Dies sei dein Lebensalphabet!

(Dieter Stork)

 

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