Reise ins "Heilige Land"

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Der 9. Mai ließ uns Akko und den Meronberg entdecken.

Die Ahmed-Jezzar-Moschee ist das Wahrzeichen Akkos und die bedeutendste ihrer Art in Israel. Ahmed Jezzar ließ sie 1781 an der Stelle der alten Kreuzfahrerkathedrale aus antikem Material erbauen, das aus Atlit und Cäsarea gebracht wurde. Im blühenden, mit Palmen und Zypressen geschmückten Vorhof liegen Ahmeds Grab und das seines Nachfolgers Soliman. Beachtenswert ist der schöne Reinigungsbrunnen am Fuß der Treppe, die zur Moschee führt.

Akko    (36 000 Einw.) liegt auf einer Halbinsel am nördlichen Ende der Bucht von Haifa und besitzt als einzige Stadt Israels noch typisch orientalischen Charakter. Die engen Straßen mit ihren Basaren und winzigen Läden bewahren jene Atmosphäre, die der Europäer vom Orient erwartet. Außerhalb der alten Stadtmauer erstreckt sich die Neustadt mit modernen Wohnvierteln und dem Wirtschaftszentrum. Im Süden der Stadt lädt der Argemon-Strand zum erfrischenden Bad im blauen Mittelmeer ein.
Bereits um 1480 v. Chr. in altägyptischen Berichten erwähnt, scheint die Stadt unter phönizischer Herrschaft keine besondere Bedeutung gehabt zu haben. Ihre Bewohner wurden bei der Eroberung Kanaans durch die Israeliten nicht vertrieben. Bald siedelten sich auch Griechen an, die den biblischen Namen Akko aus dem griechischen akos ("Heilmittel") herleiteten, da der Sage nach Herakles hier Heilkräuter für seine Wunden gefunden hat. Die Entwicklung der Stadt als wichtiger Handelsplatz begann im 2. Jahrhundert v. Chr. unter der Herrschaft der Ptolemäer, die ihr den Namen Ptolemäis gaben. In römischer Zeit blühte Akko als Colonia Claudia Caesarea Ptolemaeis besonders auf.
Nach der arabischen Eroberung im Jahre 638 erhielt sie wieder den alten Namen Akko. Von besonderer Bedeutung war die Stadt während der Kreuzzüge: Nach dem Verlust Jerusalems (1187) wurde Akko Sitz des fränkischen Königtums. Die Johanniter siedelten von Jerusalem nach Akko über, das von ihnen den Namen St. Jean d'Acre erhielt. Doch im selben Jahr musste sich die Stadt Sultan Saladin ergeben, wurde dann in der Folge von den Kreuzheeren belagert und 1191 von den Deutschen und Engländern abermals erstürmt. Bis zu seiner endgültigen Eroberung durch die Muselmanen 1291 blieb Akko die Hauptstadt des Königreiches Jerusalem und Hauptquartier der Ritterorden. Mächtige Verteidigungsanlagen und die unterirdische Kreuzfahrerstadt mit Refektorium, Rittersälen, Krypta  und Gefängnis geben beredtes Zeugnis von dieser Zeit.

Das Innere des Kuppelbaues wirkt gegenüber dem Äußeren nüchterner. Rechts die Predigerkanzel mit Aufstieg.

Die Wandfliesen und Marmorintarsien sind in den Hauptfarben Blau und Braun gehalten.

Ein Fischer beim Reparieren seiner Netze. Über Jahrhunderte hin hat sich an dieser Arbeit wenig geändert.

Der Berg Meron    (Har Meron) ist mit seinen 1.208 Metern der höchste Berg des Heiligen Landes. Er liegt inmitten der romantischen quellenreichen Bergwelt Obergaliläas.
8 km von hier liegt die Stadt Meron, welches der bedeutendste Wallfahrtsort der Juden ist. Tausende von Pilgern besuchen dort alljährlich (Mai oder Juni) das Grab von Rabbi Schimon Bar Jochai. Dieser gilt als der Verfasser des Buches "Sefer ha-Zohar" ("Buch des Strahlens"), dem Hauptwerk der Kabbala. Die Kabbala ist neben dem praktisch-ethisch ausgerichteten Denken im Judentum die mystische Strömung, welche oft auch als Geheimlehre verbreitet wird.

Ein Hirt hat seine Ziegen auf den Berg zum Weiden geführt; hier finden sie viel Grünfutter. Besonders gut scheinen die Blätter der jungen Bäume zu schmecken.

Panoramablick vom Höhenrundwanderweg über die Landschaft Obergaliläas. Die Bergspitze ist nicht zugänglich, da sie vom Militär für Überwachungszwecke genutzt wird.

Die Feldwirtschaft in Detailansicht.

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