KRITISCHES

Was heißt hier Bibel ?

Warum machen die Christen soviel Trara um ein altes Buch? Wie kommen sie dazu, es als Gottes Wort auszugeben? Und überhaupt: wofür hat die Bibel nicht schon alles herhalten müssen! Wäre es nicht an der Zeit, diesen Ballast über Bord zu werfen und ganz neu anzufangen?

Bevor wir das Kind mit dem Bade ausschütten, wollen wir uns dieses Buch doch einmal näher anschauen. Schließlich hat eine Generation es der nächsten über 2000 Jahre hinweg anvertraut - sicher nicht ohne Grund. Was ist das Besondere an diesen gut 1000 Seiten Text, die uns heute oft unverständlich erscheinen?

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Bibel hinterfragt !
Die Heilige Schrift in der Röntgenkammer.

Bibel abgeklopft !
Die Heilige Schrift auf dem Prüfstand.

Bibel überwunden ?
Die Heilige Schrift als Museumsstück.
Bibel angetastet ?
Die Heilige Schrift kriegt Konkurrenz.
Bibel unerklärlich ?
Die Heilige Schrift und ihre Geheimnisse.
 

Was die Bibel sein kann:

Rechtfertigung von Missständen durch ausgewählte Zitate,

Begründung der hierarchischen Struktur und Machtverteilung,

Anstoß der Historiker,

Aufruf zur Weltfremdheit,

Grund für Glaubenskriege,

Anspruch der Unfehlbarkeit,

Quelle des Missverstehens,

Buch der schwer interpretierbaren Aussagen und Übertreibungen,

Lebenshelferin,

Sammlung von Lebensweisheiten,

Anstoß zum Nachdenken,

Maß der wahren Menschlichkeit,

Ansporn zum Neuausrichten des eigenen Lebens,

Spenderin des Friedens,

Ermunterung der Traurigen,

Vermittlerin der Hoffnung,

Antwort der Suchenden,

Weg der Sehnsüchtigen,

Ausdruck der Liebe,

Lebenshelferin.

Barbara G.

Mit dem Wort Gottes

Als sie ihn fragten, was er zu Prag, My Lai, Belfast sage, holte er tief Atem und - verkündete ihnen das Wort Gottes.

Mit dem Wort Gottes drückte er sich vor seinem Wort. Mit dem Wort Gottes drückte er sich vor einer Antwort.

Mit dem Wort Gottes drückte er sich vor Verantwortung. Mit dem Wort Gottes drückte er sich herrlich aus.

Wir wollen Worte hören. Wir wollen Antworten hören. Wir wollen Verantwortliches hören. Wir wollen keinen Wortwart.

Als sie ihn fragten, was er zu Prag, My Lai, Belfast sage, holte der tief Atem und - verkündete ihnen das Wort Gottes.

Er zitiert das Wort Gottes, um nicht selber reden zu müssen. Er borgt sich das Wort Gottes, um besser schweigen zu können.

Er hegt und pflegt das Wort Gottes, damit man nicht merkt, dass er nichts zu sagen hat. 

Er stöbert nach dem Wort Gottes, um sein Versagen zu tarnen. 

Er bietet in Hülle und Fülle Wort Gottes an, um sich besser versagen zu können.

Wir warten auf das Wort. Wir warten auf Antwort. Wir warten auf Verantwortliches. Wir erwarten keinen Wortwart.

Josef Dirnbeck

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