Bibel unerklärlich ?

Die Bibel wirft viele Fragen auf. Muss bzw. kann man alles so unbesehen glauben, was darin steht? Was ist zu sagen zu Berichten, die offensichtlich von heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis widerlegt werden?

Die Frage nach der Inspiration
Die Frage nach der Mitte
Die Frage nach der Richtigkeit
Die Frage nach der Grausamkeit
Die Frage nach dem Anfang
Die Frage nach der Gotteserfahrung
 

        

P. Hans Peters - Verfasser der Antworten

stadt gottes-Leser fragen, P. Hans Peters antwortet

Die Frage nach der Inspiration

Ist der Glaube an die Inspiration der Bibel Grundlage unseres Glaubens?

Unter "Inspiration" (übersetzt: Einhauchung) verstehen wir das Wirken des Heiligen Geistes im Entstehen der Heiligen Schrift. Es meint nicht, was sich vom Wort her nahe legen würde, dass der Heilige Geist den Verfassern etwas ins Ohr diktiert hat oder sich in Form von Ekstasen oder Visionen, in der die menschlichen Fähigkeiten der Verfasser weitgehend außer Kraft gesetzt wurden, zu erkennen gegeben hat. Vielmehr ist damit gemeint, dass Menschen vom Heiligen Geist bewegt, in den Vorstellungen ihrer Zeit, in ihrer typischen Sprache die Heilsereignisse aufgezeichnet haben. Dabei haben sie nie nur reine Fakten berichtet, sondern immer schon eine Erklärung der Fakten geliefert, warum diese Ereignisse für sie wichtig waren, was sie für sie bedeuteten und welche Heilsbedeutung für alle Menschen darin liegt. So können wir sagen, dass (was die konkret geschichtliche Entstehung der Bibel anbelangt), Gott insofern der Urheber der Schrift ist, als er den Schreiber bewegt zu schreiben, aber die konkrete Ausführung dem Schreiber überlässt.

Die Irrtumslosigkeit der Schrift, die durch die Inspiration gewährleistet ist, betrifft die Wahrheiten, die Gott um unseres Heiles willen geoffenbart haben wollte; in allen anderen Dingen, Begleitumständen, Darstellungsweisen und so weiter kann es Irrtümer in der Schrift geben. Aufgabe des kirchlichen Lehramtes, der Bibelwissenschaft und der Erfahrung der Gläubigen ist es, immer wieder herauszuarbeiten, was Wahrheit um unseres Heiles willen ist und was nicht. Wenn es jedoch um die Grundlage unseres Glaubens geht, so bildet nicht der Glaube an die Inspiriertheit der Schrift diese Grundlage, sondern Grundlage unseres Glaubens ist Gott selbst in seinem Handeln an den Menschen, wie es vor allen Dingen in der Geschichte des Volkes Israel und Jesus von Nazareth offenbar geworden ist. Die Bibel ist "nur" ein Echo auf dieses Handeln Gottes, sie ist ein zweiter Schritt Gottes auf die Menschen zu. In diesem zweiten Schritt verbürgt der Glaube an die Inspiration, dass dieser Schritt wirklich ein Schritt Gottes ist.

Diese unterschiedlichen Schritte im Geschehen der Offenbarung sind von Bedeutung: Der christliche Glaube ist nicht in erster Linie Glaube an ein Buch, sondern er ist Glaube an eine Person, den dreifaltigen Gott, der sich in der Geschichte geoffenbart hat und der auch heute unter uns lebendig ist. Die Entstehung der Schrift ist dem Anliegen zu verdanken, dass das entscheidende Handeln Gottes in der Geschichte nicht dem Vergessen anheim fällt, aber nicht in dem Sinne, dass wir jetzt einem Buch glauben, sondern wir glauben dem Gott, der sich in diesem Buch zur Sprache bringt und der auch heute unter uns durch den Heiligen Geist das, wovon dieses Buch Zeugnis gibt, zur lebendigen Gegenwart werden lässt.

nach oben

Die Frage nach der Mitte

Es wird immer wieder gesagt, die Bibel sei kein Naturkunde- oder Biologiebuch; von daher brauchen wir diese Dinge in der Bibel nicht zu "glauben". Aber wie liest man die Bibel richtig?

Tatsächlich: kein Natur- oder Biologiebuch, sondern ein Gottes- und Menschenbuch! Und so gibt es durchaus Aussagen in der Bibel, die wir nicht zu glauben brauchen, weil sie nicht unsere Beziehung zu Gott betreffen. Zunächst ist - vielleicht etwas befremdend - zu sagen: Wir Christen glauben nicht in erster Linie an ein Buch, wir glauben an eine Person, etwa im Gegensatz zu den Muslimen, bei denen der Glaube an den arabischen Koran verpflichtend ist. Wir Christen glauben nicht, dass die Bibel von Gott geradezu diktiert worden ist, sondern dass Menschen das Wort Gottes, das Handeln Gottes an ihnen und in der Geschichte auf Antrieb des Geistes nach Menschenart aufgeschrieben haben: Gotteswort in Menschenwort. Deshalb gilt als erste Auslegungsregel: Der Buchstabe allein tötet, der Geist macht lebendig (2. Kor 3,6). Gerade was die textliche Fassung der Bibel anbetrifft, die konkreten Beschreibungen, ist es immer wieder auch wichtig, kritisch an diesen Text heranzugehen. 

Um die Bibel richtig zu verstehen, muss man sie auf ihre Mitte hin lesen: Diese Mitte ist eine lebendige Person, Jesus Christus, unter uns gegenwärtig und lebendig in seinem Heiligen Geist. Die Mitte des Lebens Jesu, sein ganz neues Gottesbild, seine ganz eigene Gotteserfahrung und Gottesverkündigung, die in dem sonst nie für Gott gebrauchten Wort "Abba" ("Vater"), zum Ausdruck kommt. So ist für Paulus das Typische am christlichen Leben, dass wir nicht in einer Haltung der Angst vor Gott stehen müssen, sondern in einer Haltung von Kindern, die im Geiste Jesu vertrauensvoll sagen: "Abba, guter Vater" (Röm 8,15). Diese wesentliche Botschaft Jesu hat der 1. Johannesbrief ausgedrückt in den Worten "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott" (4,16). Von daher sind nicht alle Sätze und Aussagen in der Bibel gleichwertig im Sinne eines "Aber in der Bibel steht doch ...", vielmehr will alles auf diese Mitte hin bezogen und erklärt werden und alles erhält von dieser Mitte her seinen Stellenwert.

Aber auch so bleibt der Umgang mit der Bibel eine bisweilen mühevolle Herausforderung. Sie ist weder leichte Unterhaltungslektüre, noch ist sie eine Ansammlung von festen dogmatischen Wahrheiten, auf die man sich diskussionslos berufen kann. Vielmehr mutet sie uns die Begegnung mit dem lebendigen Gott zu, wie er sich in der Geschichte seines Volkes und unüberbietbar in der Geschichte Jesu von Nazareth gezeigt hat. Und wie bei allem Lebendigen ist solche Begegnung auch immer mit Risiko verbunden, auch mit dem Risiko des Missverständnisses. So sagt uns die Bibel als Buch nicht genau, was wir denn glauben dürfen und müssen, um Christen zu sein. Solche genaueren Glaubensbekenntnisse hat die frühe Kirche in ihren verschiedenen Credo-Formulierungen festgelegt. Deshalb ist immer auch Bibelarbeit im Sinne des Studiums notwendig. Was übrigens nicht heißt, dass man nicht auch ganz "naiv" die Bibel lesen und seine eigene Auslegung machen darf - jedoch so, dass diese eigene Auslegung immer auch im Zusammenhang mit der Auslegung der Kirche geschieht, in Auseinandersetzung und Bereitschaft zur Korrektur. Darum ist das Buch auf die lebendige Gemeinde angewiesen, wo es gelesen, verkündigt, gehört und in die Tat umgesetzt wird. Eines ist sicher: Man kommt mit der Bibel nie an ein Ende - wie mit allem Lebendigen.

nach oben

Die Frage nach der Richtigkeit

Die Schöpfungsgeschichte in der Bibel beginnt etwa 2000 Jahre vor Christus. Nach wissenschaftlichen Funden gab es aber schon vor zigtausend Jahren auf vielen Teilen der Erde Menschen mit teils höheren Kulturen. Wie vereinbart sich das mit unserem Glauben?

Wir dürfen an die Bibel keine Fragen richten, die sie nicht beantworten will und kann. Die naturwissenschaftliche Fragestellung, wie sie für unsere heutige Zeit typisch ist, war der Bibel völlig fremd.

Die Naturwissenschaft beantwortet Fragen nach dem genauen "Wie", die Bibel beantwortet Fragen nach dem "Warum", nach dem Hintergrund der ganzen Angelegenheit, nach dem Sinn. Die Geschichte von Adam und Eva will sagen: Der Mensch ist nicht nur Zufallsprodukt einer Evolution, dahinter steht ein Sinn, nämlich Gott, der mit dem Menschen eine Geschichte machen will.

Die Bibel will bewusst nicht die naturwissenschaftliche Frage beantworten, weil sie diese Frage nicht kannte, sondern "nur" die religiöse Frage. Beide Fragen sind gut auseinander zu halten. Wo das nicht geschieht, entstehen Probleme, die gar keine sind. Das klassische Beispiel der Vermischung dieser Fragen ist der Fall Galilei vor etwa 300 Jahren, wo man kirchlicherseits meinte, die Erde sei der Mittelpunkt des Weltalls, weil die Bibel das behaupte. Galilei kam aufgrund naturwissenschaftlicher Beobachtungen zu einem anderen Ergebnis. Wenn die Bibel von der Erde als Mittelpunkt des Weltalls ausgeht, so übernimmt sie Vorstellungen ihrer Zeit, die aber nie als Offenbarungsinhalt anzusehen sind. Ähnlich ist es bei der Schöpfung in sieben Tagen!

Diese Unterscheidung von Inhalt und Form bzw. Aussageweise ist ganz entscheidend, wenn wir die Bibel richtig verstehen wollen. Unfehlbarer Offenbarungsinhalt sind nur jene Wahrheiten, die Gott "um unseres Heiles willen" geoffenbart haben wollte. Für unser Heil ist es aber unerheblich, wie die Entwicklung der Menschen genau vor sich gegangen ist. Für unser Heil wichtig ist zu wissen: Der Mensch, wie auch immer er sich entwickelt hat, ist von Gott gewollt und in Gottes Hand.

nach oben

Die Frage nach der Grausamkeit

Wie ist der Befehl des Mose in Numeri 31,17, alle männlichen Kinder umzubringen, mit einem Gott der Liebe zu vereinbaren?

Die Gottesoffenbarung des Alten und Neuen Testaments kommt in den Worten des 1. Johannesbriefes zu ihrem unüberbietbaren Höhepunkt: "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm" (4,16).

Alles, was in der Bibel über Gott gesagt wird, muss sich an diesen Worten messen lassen. Die ganze Geschichte Gottes mit seinem Volk durch die Jahrhunderte hinweg kann man verstehen als ein langsames Gewöhnen des Volkes an diesen Gott der Liebe. Dabei lässt sich Gott zunächst ganz auf die Welt der Menschen ein, auf ihre Vorstellungen und Denkweisen, um sie über diese Vorstellungen hinaus zu dem hinzuführen, was er ihnen eigentlich sagen will. Hier wird das Grundprinzip christlichen Offenbarungsverständnisses sichtbar: Gotteswort kommt in Menschenwort zu uns. Gott diktiert den biblischen Verfassern nicht die Worte ins Ohr, sondern diese Verfasser schreiben mit ihren Vorstellungen und Sprachmöglichkeiten ihre Sicht der Dinge auf. 

Gott bedient sich ihrer Fähigkeiten und Talente, aber nicht wie eine Marionette, der er dann geradezu die Schreibfeder des Schreibers führt, sondern er lässt ihnen im menschlichen Bereich Freiheit, die Dinge so darzustellen, wie sie sie sehen. Wir dürfen daher auch nicht bei jedem "und Gott sprach" an ein wörtliches Diktat Gottes denken, sondern der biblische Schriftsteller drückt hier aus, wie er glaubt, dass das unaussprechliche Geheimnis Gottes sich in der Geschichte gezeigt hat. Von daher ist es möglich, dass schiefe, verstellende Gottesvorstellungen in der Bibel zu finden sind, die als Stufe auf dem Weg zur endgültigen Gottesoffenbarung in Jesus Christus zu sehen sind. Die Offenbarung Gottes in Jesus Christus ist der Schlüssel, durch den wir durch die vielen Wörter der Bibel erst richtig zum eigentlichen Wort Gottes hinfinden, zu dem, was Gott uns um unseres Heiles willen mitteilen wollte.

Hier wird auch deutlich, wie gefährlich es ist, wenn man die Bibel wie eine Sammlung von Gott diktierter Sätze versteht, die man dann aus diesem Zusammenhang herausreißen kann und mit denen man dann schreckliche Dinge rechtfertigen kann und es ja auch getan hat. Darum: So sehr es erlaubt ist, die Bibel auf eine einfache Art zu lesen und sich von ihr im Glauben stärken zu lassen, so sehr muss man doch auch immer im Hinterkopf haben, dass sie Gotteswort in Menschenwort ist und dass dieses Menschenwort auch immer wieder menschlich mit dem Verstand untersucht werden will, um das Gotteswort klarer hervorleuchten zu lassen.

nach oben

Die Frage nach dem Anfang

In der Bibel ist vom ersten Menschenpaar die Rede, das Gott erschaffen hat. Ist ein Katholik verpflichtet, diese Lehre vom Monogenismus als Glaubensaussage zu glauben? Muss ich glauben, dass wir von Adam und Eva abstammen?

Wieder einmal eine Frage, wo Glaube und Wissenschaft sich im Wege zu stehen scheinen. Monogenismus bedeutet die Lehre von der Abstammung der ganzen Menschheit von einem Elternpaar. Lange Zeit wurde diese Auffassung von der Kirche vertreten, um die Erbsündenlehre begründen zu können: Von dem einen Menschenpaar des Anfangs hat sich die Erbsünde auf alle anderen übertragen.

Heute wird diese Lehre in der Theologie so nicht mehr vertreten, allein schon wegen der Forschungsergebnisse, die deutlich machen, dass der Übergang von einer Art Tier zu einem geistbegabten Menschen sehr wahrscheinlich doch wohl an verschiedenen Stellen dieser Erde mehr oder weniger gleichzeitig stattgefunden hat. Aber wichtiger noch ist, dass die entsprechenden Bibelstellen so nicht interpretiert werden können.

Die Bibel will mit den Urgeschichten nicht naturwissenschaftliche und historische Berichte liefern, wie es an einem wie auch immer zu denkenden Anfang der Menschheit zugegangen ist, sondern es geht darum, auf Grund immer wiederkehrender Erfahrung der Anfälligkeit des Menschen für das Böse eine "Erklärung" aus dem Glauben heraus anzubieten für dieses unlösbare Rätsel. Von daher ist es müßig, nach einem geschichtlichen Datum oder einem geografischen Ort für den Garten Eden zu suchen; all das interessiert den biblischen Text nicht. Vielmehr geht es darum, eine geistige Erklärung für das Geheimnis des Bösen, in das der Mensch sich immer wieder verstrickt, zu liefern.

Der Kern der Paradieserzählung wie der Urstandslehre (die den urtümlichen Gnadenzustand im Paradies erklärt) ist also keine geschichtliche, sondern eine theologische Aussage: Gott hat den Menschen gut erschaffen, aber der Mensch ist mit seiner Freiheit nicht entsprechend umgegangen. Und dieses Drama wiederholt sich im Leben eines jeden Menschen. Jeder Mensch ist von Anfang seiner Existenz diesem Geheimnis des Bösen ausgeliefert, preisgegeben und Zeit seines Lebens anfällig dafür. Der nicht biblische Begriff der Erbsünde versucht diese Wirklichkeit festzuhalten. Wenn diese Aussageabsicht der ersten Kapitel der Bibel klar ist, bedarf es nicht der Lehre des Monogenismus, geschweige denn, dass man im Glauben verpflichtet wäre, diese Lehre festzuhalten.

Grundsätzlich ist aus dieser Frage wieder einmal zu lernen, dass es der Theologie nicht zukommt, biologische oder naturwissenschaftliche Aussagen zu machen. Der klassische Fall solchen Irrtums war der Fall Galilei, wo man meinte, aus der Bibel beweisen zu können, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Bis heute ist durch diesen theologischen Irrtum das Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube belastet. Papst Johannes Paul II. hat alles getan, um diese Belastung wegzunehmen, nicht zuletzt dadurch, dass er offiziell Galilei rehabilitiert und den Irrtum der Kirche zugegeben hat.

nach oben

Die Frage nach der Gotteserfahrung

Wie hat Abraham den Willen Gottes erfahren (technisch?), kam eine Donnerstimme aus den Wolken, hat er die Botschaft Gottes geträumt? Haben sich die Schriftsteller das ausgedacht? Nach der neueren Bibelwissenschaft ist das Geschehen mit Abraham doch nur eine Legende!

Eine einfache Antwort: Wie Abraham den Willen Gottes "technisch" erfahren hat, wissen wir nicht. Wenn die Bibel von Donnerstimmen, Träumen und so weiter spricht, dann bedient sie sich einer symbolischen Sprachweise, die die Mächtigkeit und Gewaltigkeit im glaubenden Erfahren ausdrücken will. Gottes Wille wird einem Menschen in einer ihn erschütternden Erfahrung deutlich "wie ein Donnerschlag". Oder der Wille Gottes zeigt sich dem Menschen "in einem Traum": So wenig wie er einen Traum, der ihm ganz Wichtiges über sich und sein Leben sagen kann, planen oder machen, sondern nur empfangen kann, so kann die Mitteilung des Willens Gottes geschehen: ungeplant und ungewollt.

Die Geschichte von Abraham wurde zunächst mündlich überliefert, später haben dann Menschen diese Geschichte aufgeschrieben "auf Antrieb des Heiligen Geistes". In diesem ganzen Prozess ist für den Glaubenden der Heilige Geist am Werk, der sich der menschlichen Fähigkeiten bedient, um das, was Gott den Menschen sagen möchte, zu überliefern. Dabei ist von den Büchern der Heiligen Schrift zu bekennen, "dass sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte" (II. Vatikanisches Konzil, Göttliche Offenbarung 11).

Für unser Heil ist es nicht notwendig zu wissen, wie das "technisch" genau ging und ob Abraham diesen oder jenen Weg gegangen ist. Für unser Heil ist wichtig, dass es das persönliche Wort Gottes an uns gibt, wie auch immer wir es erfahren. Dem müssen wir gehorchen in Glauben und Vertrauen, ohne zu wissen, wohin uns das Wort Gottes führen wird. An Abraham wird sichtbar, was Glaube zutiefst ist, eben nicht ein festes System von Lehrsätzen, sondern ein Weg, der entdeckt und gegangen sein will. Lehrsätze, dogmatische Formulierungen haben den Sinn von Wegweisern, die die Richtung angeben, aber sie sind nicht Ziel des Glaubens und ersetzen nicht das Gehen des Weges.

 

nach oben

Auszug aus dem neu erschienenen Buch "Hört Gott uns noch?" (104 Seiten)

Ist die Auferstehung real? Macht Mission heute noch Sinn? Kann sich mein Mann in der Ewigkeit an mich erinnern? Auf diese und andere Fragen gibt der Steyler Pater Hans Peters kompetente und präzise Antworten.
Das Buch ist mit Bildern des niederländischen Malers Vincent van Gogh illustriert. Kurze Bildinterpretationen und Auszüge aus Briefen an seinen Bruder laden zur Meditation ein.
Ein Buch für Menschen, die sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen wollen

Zu bestellen beim Herausgeber:

[D]     Steyler Missionare, Apostolat Zeitschriften, Postfach 24 60, 41311 Nettetal
          Tel.: 0 21 57 - 12 02-37 oder per E-Mail: vertrieb@steyler.de
          Expl. zu 14,95 EUR plus 2,50 Porto

[SWI] Verlag Steyler Missionare, Postfach 361, 6312 Steinhausen
          Tel.: 0 41 - 7 49 - 47 40 oder per E-Mail: Verlag@steyler.ch
          Expl. zu 22,- Sfr plus Porto

[I]       Steyler Missionare, Nicolodistraße 1, 39100 Bozen
          Tel.: 04 71 - 28 84 52

 

Seitenanfang