Personen der Bibel in Eckdaten  

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Bisher vorhanden: Abraham, Andreas, Bartholomäus (Natanaël), Daniel, David, Elija, Hanna (NT), Jakobus d.Ä., Jeremia, Johannes (Apostel), Jona, Lea, Mirjam, Mose, Petrus (Simon), Philippus (Apostel), Philippus (Diakon), Rut, Sara, Stephanus, Tobit.

 

Abraham, "Vater"

Name: Abraham oder Abram hebräisch „Vater (= Gott) ist erhaben".

Biblische Quellen: Gen 12-25. Aufgeschrieben wurden die Erzählungen über Abraham nach 800 v. Chr.


Das Opfer Isaaks

Herkunft: Abraham stammt aus einem Volk von Halbnomaden, das in Mesopotamien lebte. Sein Vater Terak wanderte zwischen 1700 und 1500 v. Chr. von Ur in Chaldäa nach Charan, Abraham von dort nach Kanaan.

Familie: Verheiratet mit Sara; ein spätes Kind namens Isaak. Dem Neffen Lot, der ihn lange begleitet hat, überlässt er das fruchtbarere Land. Noch als Greis kann er für seinen Sohn Isaak Rebekka als Gattin gewinnen (Gen 24).

Werdegang: Jahwe verheißt Abraham das Land Kanaan und schließt mit ihm einen Bund, dessen Zeichen die Beschneidung ist. Abraham lebt in Kanaan vornehmlich in Sichern, Bethel, Hebron und Beerseba. Aufgrund einer Hungersnot hält er sich auch in Ägypten auf (Gen 12,10-13,1) und verleugnet dort seine Frau Sara. Abraham stirbt nach seiner Frau Sara mit 175 Jahren und wird in der Höhle von Machpela (östlich von Mamre/Hebron) begraben. Das (nicht gesicherte) Grab wird hoch verehrt.

Bedeutung: Mit Abraham hat Israel sich selbst vor Augen. Er wird zum Inbegriff des Segens Jahwes für alle Völker (Gen 12, 2) und erhält den Ehrentitel eines Propheten (Gen 20,7), ist aber zugleich eine Warnung, wenn er sündigt (Gen 12,10-20). Gottes Verheißungen gehen zuerst an Abraham; er ist der Freund Jahwes; „niemand kam an Ruhm ihm gleich" (Sir 44,19-23). Abraham wird zum Vater Israels, letztendlich zum Vater aller Gläubigen (Röm 4,11). Da die Geschichten von Abraham über 700 Jahre lang nur mündlich erzählt werden, handeln sie zunächst von der wachsenden Glaubenserfahrung Israels: Gott ist erfahrbar in natürlichen Vorgängen, im Unterwegssein, in der Geschichte. Symbolhaft auch die Erzählung, Abraham solle seinen einzigen Sohn Isaak opfern (Gen 22,1-19): Erfahrungen der Erprobungen des Glaubens wie des Halts im Glauben werden lebendig.

Weltreligionen: Abraham ist den Christen, den Juden wie den Muslimen heilig. Im Islam trägt er den Ehrentitel Der Freund (Gottes). Der Koran bezeichnet ihn als das Vorbild aller Gläubigen, als den ersten Muslim - vor der Entstehung des Juden- und des Christentums. Die gemeinsame Beschäftigung von Juden, Christen und Muslimen mit Abraham als ihrem Vater des Glaubens kann ein wesentlicher Schritt zum religiösen Gespräch dieser drei Weltreligionen sein.

Darstellung: Mit wallendem Patriarchengewand; beim Opfer mit Melchisedek; beim Opfer Isaaks.

Gedenktag: 9. Oktober.

 

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Andreas, Apostel

Name, Herkunft: griechisch "der Mannhafte". Bruder des Simon Petrus (Mt 4,18). Sohn des Jenes. Fischer aus Betsaida (Galiläa). Er war Jünger Johannes d.T. (Joh 1,40). Andreas besaß mit Petrus ein Haus in Kafarnaum (Mk 1,29).

Werdegang: Andreas war der erste mit Namen genannte Jünger Jesu, deshalb der Erstberufene, nachdem er vorher ein Jünger Johannes d.T. gewesen war (Joh 1,35f). Er führte Ihm seinen älteren Bruder Petrus zu (Joh 11,42) und wird mit diesem etwa ein Jahr später zum Menschenfischer berufen (Mt 4,18f; Mk 1,16f).

Nach seiner Berufungserzählung wird es still um ihn. Er hat auch keinen Brief wie andere Apostel geschrieben. Nur dreimal noch tritt er etwas hervor: 1. Bei der wunderbaren Brotvermehrung hat Andreas gehorsam erkundet, welcher Vorrat an Lebensmitteln unter dem Volk vorhanden war: "Hier ist ein Knabe, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat, aber was ist das für so viele?" (Joh 6,9). Dann trat er wieder bescheiden zurück. 2. In Jerusalem traten Heiden, denen gegenüber sich Jesus immer sehr zurückhaltend zeigte, an Philippus heran: "Wir möchten Jesus sehen." (Joh 12,21). Philippus zögerte und wandte sich an Andreas, der dem Heiland das Anliegen vortrug. Ob er die Bitte erfüllte, wissen wir nicht. Doch Jesus sprach damals: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht." 3. Auf dem Ölberg fragte Andreas (gemeinsam mit Petrus, Jakobus, Johannes) nach dem Weltende (Mk 13,1f).

Legende: Nach Origenes und Hieronymus soll er das Evangelium zunächst in den unteren Donauländern, in Epirus und Thrakien verkündet haben (daher Patron Russlands). Als Predigtgebiet erscheinen nach alten, übereinstimmenden Berichten Bithynien, Pontus und Skythien, also Landschaften südlich und östlich des Schwarzen Meeres. Nach jüngeren Berichten und späteren Lebensbeschreibungen zufolge predigte er in Lydda, Kurdistan, Armenien, Georgien und östlichen Gebieten.

Nach glaubwürdigen Nachrichten wurde Andreas in Paträ (Patras) während der Regierungszeit Neros durch den Prokonsul Ägeas zum Tod am schrägen Kreuz (= Andreaskreuz) verurteilt.

Darstellung: In zeitentsprechender Mantelform, Haar- und Barttracht, unbeschuht, mit Buch und dem schrägen Balken- oder Gabelkreuz vom 13. Jh. an, vorher nur mit T-Kreuz; auch Kreuze mit zwei Querbalken kommen vor.

Gedenktag: 30. November.

 

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Bartholomäus, Apostel

Name, Herkunft: aramäisch/hebräisch "Sohn des Thalmai" (der Furchenzieher). Sohn des Thalmai und der Anna (Galiläa). Fischer am Galiläischen Meer (Joh 21,3). Natanaël ist Eigenname, Bartholomäus Vatername des Apostels. Ältester Apostel.

Eigenschaften: "Jesus sah den Natanaël herankommen und sagte zu ihm: Seht da, ein wahrer Israelit, in dem kein Falsch ist..." (Joh 1,47). Bartholomäus hat ein gerades und offenes Wesen und ist zurückhaltend und bedächtig, nach erlangter Überzeugung aber voller Begeisterung.

Werdegang: Wie aus Dankbarkeit für die große Berufung zum Apostel handelt Philippus unmittelbar apostolisch: er berichtet seinem Freund Natanaël (=Bartholomäus) von Christus: „Wir haben den gefunden. von dem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben: Jesus, den Sohn Josephs aus Nazareth" (Joh 1,45).
Natanaël sieht sich von Jesus durchschaut und ruft, beeindruckt von Jesu allwissender Herzenskenntnis: "Rabbi (=Meister), du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels." (Joh 1,49). Viel später wird Petrus bei Cäsarea Philippi das gleiche Glaubensbekenntnis ablegen. Der Heiland bestärkt diesen tiefen Glauben des Bartholomäus: "Du wirst noch Größeres als dieses sehen ... ihr werdet von nun an den Himmel offen und die Engel Gottes über dem Menschensohn auf und niedersteigen sehen." (Joh 1,50-51). Mit dem Namen Nathanael wird er nur noch in Joh 21,2 unter den Jüngern genannt, denen der Auferstandene am See Tiberias erschien. Sonst wird der Apostel weder in den Evangelien noch in der Apostelgeschichte erwähnt.

Legende: Sein späteres Lebensschicksal ist wenig bekannt. Nach Eusebius predigte er das Evangelium im östlichen Indien. Ein Jahrhundert später fand Pantänus hier das von Bartholomäus verbreitete Matthäus-Evangelium. Von Indien aus soll er sich nach Phrygien begeben haben, wo er nochmals mit Philippus zusammengetroffen sei (wieder unter dem Feigenbaum). Auch für Armenien ist seine apostolische Missionstätigkeit bezeugt. In Groß-Armenien erregte der Apostel den Unmut des heidnischen Königs Astyages (weil dessen Bruder mitsamt Gemahlin und viel Volk Christen geworden waren). Bartholomäus wurde in Albanopolis die Haut vom Leibe geschnitten und der Kopf abgeschlagen. Sein Leib kam auf die Insel Lipari, darauf nach Benevent und auf Veranlassung Otto III. nach einer dem Heiligen geweihten Kirche auf der Tiberinsel in Rom.

Darstellung: Frühchristl. Apostelreihen geben Bartholomäus als Attribut nur Buch oder Rolle. Vom Beginn des 13. Jh. trägt er ein Messer, die abgezogene Haut als feststehendes Attribut erst in den zahlreichen Darstellungen der folgenden Zeit.

Gedenktag: 24. August.

 

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Daniel, Prophet

Name: Gott ist Richter (oder: EI hat Recht gesprochen).

Biblische Quelle: Buch Daniel. Die Anhänge Kap. 13 und 14 sind spätere Zufügungen. Das Buch entstand wohl um 175 v. Chr.

Herkunft: Stammt aus einer angesehenen Familie. Vom babylonischen Nebukadnezzar wird er 605 nach Babel deportiert. Dieser und seine Nachfolger Belschazzar, Darius und Kyrus nehmen Daniels Dienste als Statthalter in Anspruch, weil er mit Weisheit begabt ist und Träume und geheimnisvolle Texte deuten kann: den Traum von der Bildsäule und von den vier Tieren als der Abfolge von vier Weltreichen; die Flammenschrift an der Wand bei einem Schlemmermahl als Zeichen der zusammenbrechenden Herrschaft des Königs. Wegen seiner Kritik an den Götzen Babylons wird er in die Löwengrube geworfen, aber wunderbar verschont. Ebenso wird er wegen seiner Frömmigkeit mit zwei anderen jungen Männern aus dem Feuerofen errettet. Das Ende des Daniel ist unbekannt.

Bleibende Bedeutung: Beide Teile des Buches sind für die Juden in dunkler Zeit als Trostbuch geschrieben: Daniel erwartet das Heil von Gott, der die Welt in Händen hält und den Hochmut der Fürsten straft. Gottes Herrschaft („ewige Gerechtigkeit" 9, 24) wird immer mehr aufgerichtet - von Gott selbst im Kommen des „Menschensohnes" nach Zeiten der Krise.

Darstellung: Daniel in der Löwengrube; mit einem Löwen neben sich oder mit Bergwerkswerkzeugen (die Löwengrube wurde als Zeche verstanden). In der Kunst dargestellt beim Traum Belschazzars (Rembrandt) oder als einzelner jugendlicher Prophet (Michelangelo u. a.).

Gedenktag: 21. Juli. Patron der Bergleute.

 

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David, König

Name, Herkunft: hebräisch: „Liebling" (unsichere Deutung). Jüngster Sohn von Isai aus Bethlehem in Juda.

Lebensdaten: geb. um 1035 v.Chr., gest. um 961 v.Chr.

Werdegang: Hirte, kommt als junger Waffenträger zu König Saul und erheitert den Schwermütigen mit seinem Zitherspiel, muss aber vor dessen Eifersucht fliehen. Kampf mit dem gefürchteten Riesen Goliath und Sieg. Nach dem Tod Sauls wird er König von Juda, schrittweise Anerkennung durch alle Stämme Israels. 1004 Eroberung des (nichtisraelitischen) Jerusalem. Aufstellung der Bundeslade, Pläne für einen Tempelbau. Unter seine Herrschaft erlangt Israel die größte Ausdehnung. Solide Verwaltung, ständiges Heer. Bis zu seinem Tod anerkannter König.

Privatleben: Viele Spannungen (mit Mord, Vergewaltigung) und Nachfolgestreitigkeiten. Verheiratet mit neun Frauen; zahlreiche Söhne und Tochter Tamar. Lässt Uria absichtlich an vorderster Front kämpfen und dort sterben, um dessen Frau Bathseba heiraten zu können.

Charakter: Glänzender Staatsmann und Feldherr, tief religiös, aber auch menschliche Schwächen.

Biblische Quellen: etwa 900 mal erwähnt. 1. Buch Samuel 16-31; 2. Buch Samuel; 1. Buch der Könige 1, 1 - 2, 12; 1. Buch Chronik 10-29; Psalmen.

Bleibende Bedeutung: Die Weissagung in den Schriften, dass aus seiner Nachkommenschaft der Messias („der Gesalbte", griechisch: christos) kommen wird, macht ihn zum „Ideal-König". Er gilt als Initiator der israelischen Psalmendichtung. 73 von 150 Psalmen tragen seinen Namen, auch wenn die Urheberschaft nicht völlig gesichert ist. Laut Matthäusevangelium 1,1-17 und Lukasevangelium 3,23-38 Vorfahre Josefs, des Bräutigams Marias; Jesus Christus gilt als „Sohn Davids".

Darstellung: Mit Harfe oder Leier (als Psalmendichter); im Kampf mit Goliath (frühkirchlich); als Prophet (byzantinisch); als Büßer (Barock); im Stammbaum Jesse.

Gedenktag: 29. Dezember. Patron der Musiker, Sänger, Dichter; auch der Bergleute.

 

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Elija, Prophet

Name: Mein Gott ist Jahwe (hebr.).

Werdegang: Stammt aus Tisbi (Thisbe) im ostjordanischen Gilead. Im 9. Jahrhundert v. Chr. Prophet und Vorkämpfer der Verehrung Jahwes gegen den Baal-Kult. Sein Name ist sein Programm. Die Priester des Baal, des Gottes des Regens, verspottet er im Gottesurteil auf dem Berg Karmel und lässt sie töten.

Ein Zyklus von populären Erzählungen gilt diesem größten Propheten des Nordreichs: Wie er von Raben und im Hause der Witwe von Sarepta wunderbar gespeist wird und den toten Sohn der Witwe zum Leben erweckt; wie er mit der Speise eines Engels 40 Tage bis zum Gottesberg Horeb (im Sinai) gehen kann und Gott sich ihm im „Säuseln des Windes" zeigt. Am Ende seines Lebens wird er auf dem feurigen Wagen zum Himmel entrückt - Ausgangspunkt des Glaubens Israels auf seine Wiederkehr.

Bedeutung: Elija gehört zu den volkstümlichen Gestalten des Alten Testamentes wie auch der späteren rabbinischen Auslegung: Er wird im Himmel unter den Engeln gesehen, wirkend für sein Volk. Es heißt, er berate den Leser der Thora (Gesetz) und wache über die rechte Ausführung der Beschneidung. Beim Kommen des Messias sitze er neben diesem.

Im Neuen Testament wird Elija vielfach genannt. - Im östlichen Christentum gilt Elija als Vorläufer des Mönchtums wie der Askese. Auch im Islam gilt Elija als Prophet und wundertätiger Helfer in der Not.

Biblische Quellen: 1 Kön 17-19; 21; 2 Kön 1; 2,1-11.

Darstellung: Im christlichen Osten gibt es zahlreiche Zyklen zu den Erzählungen, im Westen erst ab 1300. Bei Bildern der Verklärung Christi wird Elija neben Moses gezeigt.

Gedenktag: 20. Juli. Patron der Karmeliten (gilt sogar als Gründungsvater); gegen Gewitter und Feuersgefahr.

 

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Hanna (Anna), Prophetin (NT)

Name: Gnädig sein (gemeint: Erbarmen Jahwes, hebräisch).

Werdegang: Hannas Geschichte wird für das 11. Jahrhundert v. Chr. erzählt. Hanna ist die lange unfruchtbare, aber bevorzugte erste Frau des Elkana aus Rama im Gebirge Ephraim. Die zweite Frau Peninna hat Söhne und Töchter. Jährlich pilgert Elkana mit seiner Familie nach Schilo, der alten Wallfahrtsstätte und dem Ort der Bundeslade. Hanna leidet unter ihrer Unfruchtbarkeit und der Rivalität mit Peninna. Sie verspricht im Tempel, sollte ein Sohn ihr geboren werden, ihn für den Dienst an Jahwe freizugeben. Ihren wunderbarerweise geborenen Sohn nennt sie Samuel. Nach dem Ende der Stillzeit übergibt sie ihn an den Priester Eli.

Bedeutung: Hanna handelt erstaunlich selbständig: Sie geht allein in den Tempel, bietet sich Gott als Bundesgenossin an, gibt ihrem Sohn den Namen, bereitet die Opfergaben zum Dank, bringt Samuel in den Tempel und erklärt ihrem Mann ihr Verhalten. - Ihre Erfahrung behält sie nicht als ihr „Privateigentum", sondern erkennt darin Gottes exemplarisches Handeln für die Verachteten und Schwachen. Gott tröstet sie nicht mit innerem Beistand, sondern schafft reale Veränderung. Hannas Danklied (1 Sam 2) bekennt: Alle irdische Macht ist von Gott geschenkte Macht, die in Einklang mit seinen Weisungen ausgeübt werden soll. Der Mensch ist weder allmächtig noch ohnmächtig, sondern Mittäter Gottes. Hannas Lied klingt fort im Magnifikat Mariens (Lk 1, 46-55).

Biblische Quellen: 1 Sam 1-2; das Danklied Hannas ist ein später eingefügter Psalm. Eine Frauengruppe hat den ersten Vers dieses Liedes übertragen: „Gott, du hast mich aufgerichtet und gestärkt, ich lache über meine Angst vor meinen Verächtern."

Darstellung: Hanna fehlt selten bei den Darstellungen der »Darbringung im Tempel« (Lk 2,36) und wird in der spätmittelalterl. Kunst einzeln als »S. Anna wiszsagerin« der Reihe der Heiligen zugeordnet, mit geöffnetem Buch (Altes Testament) mit der Weissagung des Maleachi (Mal 3,1), die von ihr erlebt in Erfüllung.

Gedenktag: bis II. Vat. Konz. 1. September.

 

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Jakobus der Ältere, Apostel

Name, Herkunft: hebräisch = der Überlistende. Bruder des Johannes (Mt 4,21; 10,3 u.a.), Sohn des Zebedäus und der Salome, Fischer aus Betsaida (Galiläa). Jakobus und Johannes erhielten von Jesus den Beinamen Donnersöhne (Mk 3,1).

Eigenschaften: Jakobus war eher der Choleriker. Die heftige, etwas überhebliche Art trug ihm und seinem Bruder Johannes den Übernamen Boanerges ein (= Donnersöhne). Man beachte Lk 9,51 oder Mt 20,21.

Werdegang: Als Jesus nach der Berufung des Petrus und Andreas "weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes gleichfalls im Boote ... Sogleich berief er sie. Sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Taglöhnern im Boote und folgten ihm nach" (Mk 1, 19f).

Mit Petrus und Johannes durfte er Zeuge des reichen Fischfangs (Lk 5,10), der Auferweckung der Tochter des Jairus (Mk 5,37; Lk 8,51), der Verklärung Jesu auf dem Tabor (Mt 17,1; Mk 9,2; Lk 9,28) und seiner Todesangst am Ölberg (Mt 26, 37; Mk 14,33) sein. Noch von der falschen jüdischen Messiasauffassung befangen, ließ er mit Johannes durch seine Mutter den Heiland um eine Vorzugsstellung in seinem Reiche bitten; Jesus lehnte dies ab, sagte ihm aber sein Leiden voraus (Mt 20,20f; Mk 10,35). Als Jesus den Untergang Jerusalems voraussagte, fragte auch er den Herrn nach den Vorzeichen dieses Ereignisses (Mk 13,3f).

Nach der Auferstehung des Herrn kehrte Jakobus zunächst in seine Heimat zurück und war dort Zeuge der Erscheinung Jesu am See Gennesaret (Joh 21,2).

Als erster der Apostel erlitt er unter Herodes Agrippa I. 42 n. Chr. den Martertod durch Enthauptung (Apg 12,2).

Legende: Nach Klemens v. Alexandrien soll sich ein Häscher bekehrt haben und sein Mitmärtyrer geworden sein. Die erst seit dem 7. Jh. nachweisbare Legende von seinem Wirken in Spanien ist unhaltbar. Hingegen "pilgerten" seine Reliquien nach Spanien (Santiago de Compostela), deren Echtheit Papst Leo XIII. anerkannte (1884).

Darstellung: Auf dem Pferd vorstürmend überwindet Jakobus mit den Seinigen die Mauren. Jakobus auch in Idealtracht, durch die Muschel gekennzeichnet; vom 14. Jh. an ist er der Pilger mit Hut, Mantel, Pilgerstab, umgehängter Tasche und Flasche. In älteren Darstellungen sind Buch und Rolle noch Zeichen seiner Tätigkeit als Verkünder; das Schwert als Zeichen seiner Enthauptung trägt er am Dreikönigsschrein, 1186 (Köln, Dom) u.a.; im 15. Jh. hat er gelegentlich einen Rosenkranz. Als Patron der Jakobus-Bruderschaft, dem die Pflege von Waisenkindern obliegt, kann Jakobus zwei Kinder zu Füßen seiner Darstellung haben. Allen Pilgern und Wallfahrern ist er der ausgesprochene Schutzherr.

Gedenktag: 25. Juli.

 

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Jeremia, Prophet

Name: Jahwe richtet auf (aus Not und Elend); Eigenname mehrerer biblischer Personen, die wichtigste ist der Prophet Jeremia.

Werdegang: Geboren um 650 v. Chr. in Anatot (heute Anata) aus priesterlichem Geschlecht. Der Vater hieß Chilkia (Hilkia). 627 wurde er zum Propheten berufen. Über 40 Jahre wirkte er als Prophet fast ausschließlich in Jerusalem. Er kämpfte mutig gegen die herrschende Volksmeinung und die Politik des Königshauses, gegen Götzenbilder im Tempel und gegen den Baal-Kult. Nach der Eroberung und Zerstörung Jerusalems 587/86 wurde er gezwungen, mit anderen Israeliten nach Ägypten zu fliehen. Weitere Nachrichten fehlen dann. Sein Gefährte Baruch schrieb seine Reden auf und sammelte sie.

Biblische Quellen: Das Buch Jeremia (das 2. der Prophetenbücher). Zugeschrieben sind Jeremia auch die Klagelieder und der Jeremia-Brief, der jedoch nicht zum Kanon der biblischen Bücher zählt.

Bedeutung: In seinen Bekenntnissen und Monologen zeigt sich Jeremia als tief-frommer, empfindsamer Prophet. Bemerkenswert ist seine Aufrichtigkeit wie sein religiöser Individualismus. Schon früh zum Propheten bestimmt, verzichtet er auf Ehe und Familie. Er bekennt Gottes ewige Liebe („Bräutigam“) zu seinem abtrünnigen Volk, das dieser zur Treue einlädt. Seine Liebe ist unverdient und voller Gnade (statt nur voller Recht). Der ungekündigte „neue Bund“ soll mehr vom „Gesetz des Herzen“ leben und den Einzelmenschen meinen und damit alle Menschen. An den Worten dieses Propheten entzündet sich viel später die Hoffnung auf ein neues Israel.

Darstellung: In verschiedenen Bildern (im Kerker gefesselt, sitzend mit Gebetszettel, mit einem Löwen zu Füßen, auf den Trümmern Jerusalems sitzend) dargestellt.

Gedenktag: In der frühen Kirche (4. Jh.) als Märtyrer verehrt.

 

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Johannes, Apostel (Evangelist)

Name, Herkunft: hebräisch "Jahwe (Gott) gibt Gnade". Sohn des Zebedäus und der Salome. Jüngerer Bruder Jakobus d. Ä. Fischer aus Betsaida (Galiläa).

Werdegang: Als Jünger Johannes des Täufers begleitete er (mit Andreas) Jesus zeitweilig (Joh 1,37f), bis er - ca. 20-jährig - zur ständigen Nachfolge des Herrn berufen wurde (Mt 4,21). Zum Apostel erwählt (Lk 6,14), war er mit Petrus und Jakobus bevorzugter Zeuge der Verherrlichung und der Betrübnis Jesu (Mt 17,1; 26,37) und ruhte beim letzten Abendmahl an der Brust des Herrn (Joh 13,23).

Nach Petrus ist Johannes der meistgenannte Apostel in der HI. Schrift. Ihm war der Heiland mit besonderer Liebe zugetan; er nennt sich selbst den Jünger, den Jesus liebte (Joh 13,23; 19,26; 20,2; 21,7). Johannes hat in seinem Evangelium drei Hochtage seiner Freundschaft mit Jesus festgehalten: 1. Gründonnerstag: Jesus hatte zur Bereitung des österlichen Abendmahles Petrus und Johannes ausgewählt: "Gehet hin und bereitet das Osterlamm, damit wir essen" (Lk 22,8f). Darum durfte er beim Letzten Abendmahl den Platz an der Brust des Herrn einnehmen und als erster kommunizieren (Joh 13,23). 2. Karfreitag: Johannes stand als einziger Apostel unter dem Kreuz. Er lebte das Leiden Jesu mit als sein Lieblingsjünger. Er war Augenzeuge des "Herzens Jesu" als Hauptsymbol der Liebe (Seitenwunde). 3. Ostermorgen: Johannes glaubte als erster der Apostel an die Auferstehung, nachdem er einziger unter dem Kreuz und erster bei der Kommunion gewesen war: Der erste im Erkennen, weil er der erste in der Liebe war.

Nach Jesu Tod nahm dessen Lieblingsjünger Maria in sein Haus in Jerusalem auf. Im Anschluss an die Herabkunft des HI. Geistes predigte er zunächst mit Petrus in Jerusalem, wirkte mit ihm im Namen Jesu das Wunder der Heilung eines Lahmen an der Tempelpforte (Apg 3,1f), wurde mit ihm wegen der Predigt des Auferstandenen gefangen genommen, vor den Hohen Rat geführt und widersetzte sich dem Predigtverbot (Apg 4,1f). Paulus, der Johannes zu den "Säulenaposteln" zählt, traf ihn 50 n.Chr. anlässlich des Apostelkonzils in Jerusalem (Gal 2,9). Von Johannes stammt das tiefsinnige vierte Evangelium, worin er zeigt, dass Christus das ewige Wort des Vaters, das Licht und Leben der Welt, der Sohn Gottes ist.

Unter Kaiser Domitian (81-96) wurde er ohne Schaden zu leiden in siedendes Öl getaucht und dann auf die Insel Patmos verbannt, wo ihm die Visionen zuteil wurden, die zur Niederschrift der Geheimen Offenbarung führten. Unter Kaiser Nerve (96-98) kehrte er nach Ephesus zurück, wo er seine Briefe abfasste und als einziger eines natürlichen Todes starb (101).

Darstellung: Sich selbst am Anfang und am Ende der Apokalypse zur Niederschrift als »Ich, Johannes« bekennend und so in den großen Bildzyklen der Offenbarung dargestellt. Dem Verfasser der drei Briefe kann sein Schreiber Prochoros zugesellt sein, der Adler des Autorenbildes in den Evangeliaren bleibt sein Attribut, betont durch Inschriften, die den Himmelsflug seiner Gedanken unterstreichen. Entsprechend den Abendmahlsdarstellungen an die Brust Christi gelehnt (Joh. 13,23), erscheint Johannes in Einzelszenen der Buchmalerei schon im 12. Jh.

Gedenktag: 27. Dezember.

 

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Jona, Prophet

Name: hebräisch "Taube", jedoch auch Kurzform für Jochanan ("Jahwe ist gnädig"), in frühchristlicher Zeit auch für Johannes.

Biblische Quelle: Das Buch Jona, das (anders als die übrigen Prophetenbücher) nicht nach dem Verfasser, sondern nach der Hauptgestalt benannt ist. Entstanden ist dieses fünfte der zwölf Bücher der Kleinen Propheten zwischen 200 und 400 v. Chr. (bis auf Kap. 2 als einheitliches Buch).

Geschichtliches: Die Erzählung lässt Jona, den Sohn des Amittai, zur Zeit des Königs Jeroboam II. (784-744 v. Chr.) in der uralten Stadt Ninive (am Tigris in Assyrien) auftreten. In el-Meschhed, 4 km nordöstlich von Nazaret, wird noch heute sein Grab verehrt.

Werdegang: Jona erhält von Gott den Auftrag, in der sündigen Stadt Ninive Buße zu predigen. Er flieht jedoch vor seinem Auftrag auf einem Schiff nach Tarsis. Im Seesturm werfen die Schiffsleute das Los, um den Schuldigen für das Unwetter zu erfahren. Jona wird entlarvt und auf eigenen Wunsch ins Meer geworfen, der Sturm beruhigt sich sofort. Jona aber wird von einem großen Fisch verschlungen und nach drei Tagen ans Land geworfen. Auf erneuten Befehl Jahwes predigt er der Stadt Ninive die Vernichtung. Alle Bewohner jedoch tun Buße und Gott schont die Stadt. Darüber ist Jona, zum Heilspropheten unter den Heiden geworden, verärgert und hockt sich beleidigt in den Schatten einer Rizinusstaude vor die Stadt.

Bedeutung: Das Buch Jona gilt als große Parabel (Lehrerzählung, also nicht historische Beschreibung), die den umfassenden Heilswillen Gottes für alle Völker und seine Barmherzigkeit sowie die Sendung des Propheten preist.

Darstellung: Bereits seit dem 3. Jahrhundert: Wie Jona ins Meer geworfen und von einem großen Fisch verschlungen wird; im Bauch des Fisches sitzend oder von ihm an Land gespuckt; unter der Rizinusstaude sitzend. In Bilderzyklen wird die Jona-Geschichte der Grablegung und Auferstehung Christi gegenübergestellt. Kirchliche Gebete und Segensformeln verweisen oft auf die Befreiung des Propheten.

Gedenktag: 21. September.

 

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Lea

Name, Herkunft: hebräisch "Kuh" (Frauenname ohne jegliche negative Bedeutung). Älteste Tochter von Laban aus Haran, einer Handelsstadt in Nordostsyrien (Knotenpunkt der Karawanenstraßen von Babylonien nach Syrien, Ägypten und Kleinasien).

Werdegang: Jakob kommt zu seinem Onkel Laban nach Haran und findet bei ihm Zuflucht. Er bittet um die Hand der jüngeren Tochter Rahel und willigt ein, statt einen Brautpreis zu entrichten, seinem Onkel dafür sieben Jahre zu dienen. Lea, der älteren der beiden Töchter, ist nicht der Liebreiz der Gestalt gegeben; besonders fehlt ihr der leuchtende Blick. Nachdem die Zeit um ist, führt der listige Laban in der Hochzeitsnacht allerdings Lea zu Jakob, der den Betrug erst am Morgen bemerkt. Er muss schließlich weitere sieben Jahre dienen, um die geliebte Rahel heiraten zu können. Doch Gott gibt gerade Lea reichen Kindersegen. Unter ihren sechs Söhnen und einer Tochter ist Levi, von dem die Priester abstammen und Juda, aus dem die Linie der Könige hervorgeht.

Biblische Quelle: Genesis 29-31.

Bedeutung: Lea und Rahel wurden zusammen mit ihren beiden Mägden die Stammmütter Israels. Lea fand ihre letzte Ruhestätte nicht wie Rahel einsam am Wege, sondern im Familiengrab bei Hebron.

 

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Mirjam, Prophetin

Name, Herkunft: Semitischer Name, Bedeutung unsicher. Sie ist die einzige Frau dieses Namens im Alten Testament. Tochter des Amram und der Jokebed, Schwester von Moses und Aaron aus dem Stamm Levi.

Werdegang: Das Buch Exodus (15, 20f.) bezeichnet sie als Prophetin, die nach der erfolgreichen Flucht des kleinen Volkes der Israeliten aus Ägypten durch das Schilfmeer, einer gefährlichen Wasserstelle, den Frauen ein Siegeslied vorgesungen hat. Später lehnte sie sich gegen die kuschitische Frau, die Moses sich zur Frau nahm, auf. Sie starb in Kades, einem Quellort im Süden Israels, und wurde dort begraben.

Biblische Quellen: Buch Numeri (12, 1-15); Buch Exodus (15, 20f.) u. a. Aufgeschrieben wurde Mirjams Lied wohl um 1000 v. Chr. zur Zeit König Davids. Unter seiner Herrschaft drohen Zustände wie in Ägypten auszubrechen (durch Abgaben und Frondienste für den Bau des Tempels, des Palastes und der Festung). Königskritische Stimmen greifen das alte Mirjam-Lied auf: Mit „Ross und Reiter" ist auch Davids Militärapparat gemeint. Das Lied ist das älteste Bekenntnis Israels zu Jahwe.

Bleibende Bedeutung: Im Zentrum des Gedächtnisses Israels steht Mirjam als eine Frau, die es schaffte, die Erfahrung der Befreiung des Volkes Israel in ein Lied zu formen, das über Jahrhunderte überliefert wurde (Exodus 15,20f.). Nach dem Ertragen menschenverachtender Bedingungen gelang unter der Führung Moses' die Flucht aus Ägypten. Weil sie chancenlos waren, verdanken sie Jahwe die glückliche Rettung - und Mirjam findet als erste eine Antwort auf die von Jahwe bewirkte Rettung.

 

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Mose, Prophet

Name, Herkunft: Moses (nach der Einheitsübersetzung: Mose): hebräisch mit ägypt. Ursprung („erzeugen, gebären"). Stammt aus einer Gruppe asiatisch-semitischer Fremd- und Zwangsarbeiter in Ägypten. Sohn des Amram und der Jokebed, verheiratet mit Sippora, Bruder von Aaron und Mirjam aus dem Stamm Levi (aber auch anderen Stämmen zugeschrieben).

Werdegang: Zwischen 1300 und 1200 Organisator der Flucht einer Gruppe dieser Unterdrückten. Mose ist nach Abraham die überragende Gestalt vieler Erzählungen. Er ist zuerst Bote und Deuter Jahwes gegen Pharao und für Israel, später wird er geschildert als Gottesmann, Wundertäter und Prophet.

Biblische Quellen: Bücher Exodus bis Deuteronomium.

Bleibende Bedeutung: Zentrale biblische Überlieferungen sind nur von Mose her zu verstehen: Er wurde zum Erstempfänger der Offenbarung des Gottesnamens JAHWE (Ich bin der „Ich-bin-da"). Er ermöglicht den Bau eines Heiligtums als Gottesbegegnungsstätte und den Opferkult als Feier der Befreiung und der Versöhnung mit Gott. Mose ist der einzigartige Ausleger des im Dekalog (Zehn Gebote) begründeten Gotteswillens.

Auch im Neuen Testament steht er als Vermittler des Willens Gottes in hohem Ansehen. Im Judentum gilt Mose als höchste Autorität, als Priester und Offenbarer der Tora und demütiger Vertrauter Gottes. Für den Islam ist er ein großer Prophet.

Darstellung: Frühchristlich eher jugendlich, im Mittelalter als bärtiger Mann mit den Gesetzestafeln, sowohl in Zyklen wie auch als Einzelfigur (hervorragend durch Michelangelo) dargestellt.

Gedenktag: 4. September.

 

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Petrus, Apostel

Name: aramäisch kephas, griech. petros, lat. petrus = der Fels. Erster Name: Simon des Jonas, Fischer aus Betsaida (Galiläa), später nach Kafarnaum übersiedelt. Verheiratet.

Eigenschaften: Petrus war rasch zu beeindrucken, rasch wechselnd in der Stimmung der Seele; rasch in Wort und Tat, oft im Nachhinein überlegend. Daher das Sprunghafte in seinem Reden und Handeln. Jesus liebte seine Schlichtheit und ungeheuchelte Aufrichtigkeit.


Der heilige Apostel Petrus

Werdegang: Petrus wurde von Jesus als Dritter in die Apostelschar berufen und erhielt gleich einen neuen Namen: "Simon, Sohn des Jonas, du sollst Petrus heißen" (Joh 1,40f). Petrus begleitete den Herrn oft auf dessen Lehrwanderungen, daneben noch den Fischerberuf ausübend (ca. 1 Jahr). Dann kam das Ereignis (am See Gennesaret, vor Kafarnaum): „Folget mir nach und ich werde euch zu Menschenfischern machen" (Mk 1,16). Petrus verlässt alles und lebt fortan nur für den Herrn.

Nach der Himmelfahrt Jesu blieb Petrus bis 42 n.Chr. in Palästina. Der Hinrichtung des Jakobus durch Herodes Agrippa I. folgte die Einkerkerung von Petrus, der aber wunderbar durch einen Engel befreit wurde (Apg 12,17). Rom - Jerusalem (Apostelkonzil unter seinem Vorsitz!) - Antiochien (Syrien) - verschiedene Provinzen (heute Türkei) - Rom waren seine weiteren Stationen. Von Rom aus schrieb er zwei Briefe (=1.+2. Petrusbrief) an die kleinasiatischen Christengemeinden, die zerstreut unter Heiden wohnten. In der Apostelgeschichte sind uns acht Reden des Erstapostels erhalten.

Jesus hat dem jungen Petrus vorhergesagt, dass er eines gewaltsamen Todes sterben werde (Joh 21,18f). 67 n.Chr. brach unter Nero eine neue Christenverfolgung aus. Petrus wollte aus Rom fliehen. Die Legende weiß, dass er sich als unwürdig befand, wie sein Herr zu sterben, deshalb ist er auf eigenen Wunsch mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden. Simon ist gestorben, Petrus lebt weiter: als Papst in seinen Nachfolgern, den Bischöfen von Rom.

Biblische Quellen: Petrus ist in der Bibel der meistgenannte Apostel. Nach der Auferstehung übertrug ihm Jesus am See Gennesaret nach dreimaliger Beteuerung der Liebe feierlich das Oberhirtenamt und sagte ihm sein Martyrium voraus (Joh 21,15f). Dieses Amt übte er sofort noch der Himmelfahrt des Herrn aus: Er leitete die Apostel-Ersatzwahl (Matthias) und hielt als Sprecher des Apostelkollegiums die 1. Predigt nach der Herabkunft des Hl. Geistes, sprach nach der Heilung des lahmgeborenen Bettlers im Tempel zum Volk (Apg 3,1f), führte vor dem Hohen Rat das Wort und widersetzte sich dem Predigtverbot (Apg 4,1f; 5,29f), vollzog als Oberhaupt der jungen Kirche das Strafgericht an Hananias u. Saphira (Apg 5,1f), visitierte nach der Spendung des Firmsakramentes die Christengemeinden in Judäa, Samaria und Galiläa (Apg 9,32), heilte in Lydda den Äneas (Apg 9, 33f) und erweckte in Joppe Tabita zum Leben (Apg 9,36). 37 n.Chr. suchte ihn Paulus erstmals auf.

Darstellung: Ab dem 4. Jh. gibt es für die Petrusdarstellungen einen feststehenden Typus: Petrus hat einen Rundkopf mit Backenbart und Lockenkranz. Spätere Darstellungen kennzeichnen ihn meistens mit einer cholerischen Stirnlocke. Als Apostel in Tunika und Mantel ist seine Gestalt auch weiterhin abgebildet. Als Papst zeigen ihn erste Beispiele um 1160. Vom 13. Jh. an mehren sich die Werke, die Petrus als Papst in pontifikaler Kleidung mit Tiara darstellen. Ein oder auch zwei Schlüssel (Mt. 16,19: Schlüsselübergabe) sind sein ständiges Attribut; Kreuzstab oder Handkreuz kommen ergänzend hinzu, auch Buch bzw. Buchrolle, gelegentlich ist ein Hahn mit dargestellt.

Gedenktag: 29. Juni.

 

Philippus, Apostel

Name, Herkunft: griechisch "Pferdefreund". Fischer aus Betsaida (Galiläa). War Jünger Johannes d. Täufers. Verheiratet mit einer Maria. Seine zwei (vier?) prophetisch begabten Töchter blieben Jungfrauen.

Eigenschaften: Philippus wird bei Johannes mit den reellen Charakterzügen eines naivbedächtigen Vertrauten Jesu erwähnt.

Werdegang: Jesus befand sich in Begleitung seiner vier ersten Apostel unterwegs nach Galiläa. Scheinbar zufällig traf er Philippus: "Folge mir nach!" (Joh 1,43). Und Philippus folgt auf der Stelle. Jesus durchschaute ihn und sah, dass er zu jenen hochherzigen Seelen gehört, die nur wenig Gnade bedürfen und sofort zustimmen. Philippus und Bartholomäus blieben zeitlebens besondere Freunde. Sie werden auch in den Apostelverzeichnissen und im Kanon der Messe im gleichen Atemzug genannt.

Die Synoptiker erwähnen Philippus außer in den Apostellisten nicht weiter. Johannes hingegen dreimal: 1. "Da nun Jesus die Augen erhob und eine große Menge zu sich kommen sah, spricht er zu Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen zum Essen für diese?... Philippus antwortete ihm: Brot für 200 Dinare reicht nicht hin..." (Joh 6,5f). 2. Philippus wird von Griechen um eine Begegnung mit Jesus gebeten. 3. Beim Letzten Abendmahl spricht Jesus vom tiefen Geheimnis des Dreifaltigen GOTTES. Da platzt Philippus mitten in die Worte des Meisters mit der naiven Bitte hinein: "Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns." (Joh 14,8).

Die Reliquien des Philippus - wie jene von Jakobus d. J. (deshalb ihr gemeinsames Fest) - ruhen in der Kirche der "Zwölf Apostel" in Rom.

Legende: Nach dem römischen Brevier wirkte Philippus zuerst in Skythien, im Norden des Schwarzen Meeres (heute Süd-Ukraine), dann in Phrygien (der heutigen Türkei). Sichere Nachrichten fehlen, da er oft mit dem gleichnamigen Diakon Philippus verwechselt wurde (einer der sieben Diakone, die in Jerusalem von den Aposteln durch Handauflegen geweiht wurden - Apg 6, 3f). In der phrygischen Hauptstadt Hierapolis soll Philippus im hohen Alter von 87 Jahren den, Martertod am Kreuz erlitten haben. Demnach wären die drei aus Betsaida stammenden Apostel (Petrus, Andreas, Philippus) wie Jesus am Kreuz gestorben.

Darstellung: Philippus ist mit den übrigen Aposteln in allen Zusammenhängen dargestellt, mit Buch oder Rolle vom 12. Jh. an. Seit dem 14. Jh. mit dem Kreuz in -Form (= lateinisches Kreuz, crux immissa) oder dem griechischen T-Kreuz (= crux commissa).

Gedenktag: 3. Mai (zusammen mit Jakobus d.J.).

 

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Philippus, Diakon

Name: griechisch "Pferdefreund, -liebhaber"

Werdegang: Er war einer der Sieben (1), die von den in Jerusalem versammelten Jüngern gewählt wurden, damit sie die bedürftigen Witwen mit Speisen versorgten. Die Apostel hatten den Vorschlag eingebracht, Männer von gutem Ruf, voll Geist und Weisheit mit dieser Aufgabe zu betrauen, damit die anderen sich intensiver der Verkündigung und dem Gebet widmen konnten.

Die nach der Steinigung seines Kollegen Stephanus einsetzende Christenverfolgung trieb die Christen dann aber in die Flucht. Philippus kam so in die Stadt Samaria, wo er - durch Zeichen bekräftigt - Jesus Christus verkündigte. Selbst der Zauberer Simon, der zuvor durch Magie die Menschen in seinen Bann gezogen hatte, ließ sich taufen. Die daraufhin aus Jerusalem angereisten Petrus und Johannes mussten diesen dann aber aufs heftigste ermahnen, denn er wollte mit Geld die Kraft erwerben, den Heiligen Geist durch Handauflegung zu vermitteln.

Philippus erwies sich als gehorsamer Jünger, als er unversehens dem Auftrag eines Engels folgte und sich zum äthiopischen Finanzminister begab, dem er eine Stelle aus dem Propheten Jesaja so überzeugend auf Jesus Christus hin auslegte, dass dieser sich gleich taufen ließ. Philippus verkündete noch in vielen anderen Städten das Evangelium bis hin nach Cäsarea am Meer, der Stadt, in der er zuhause war. Er hatte vier unverheiratete Töchter, die prophetisch begabt waren. In Cäsarea gewährte er auch Paulus Gastfreundschaft, als dieser auf seiner dritten Missionsreise den Weg nach Jerusalem eingeschlagen hatte.

Biblische Quellen: Apostelgeschichte 6,1-7 (Die Wahl der Sieben); 8,4-13 (Philippus als Missionar in Samaria); 8,26-40 (Die Taufe des Äthiopiers); Apg 21,7-10 (Besuch durch Paulus).

Legende: Er soll 20 Jahre in Skythien (heute Iran) gepredigt und Wunder gewirkt haben. Schließlich wird er in Hierapolis in Phrygien (heute Türkei) von Heiden ergriffen, am Kreuz gesteinigt und mit seinen Töchtern begraben.

Bleibende Bedeutung: Als eine der führenden Persönlichkeiten der Jerusalemer Urgemeinde, als Missionar und Wanderprediger, der auch Wundertaten vollbrachte, hat er wesentlich die Anfänge der Kirche mitgeprägt.

Darstellung: Einen Stein tragend oder eine Schüssel, in der sich eine Schlange ringelt.

(1) Manchmal auch Diakone genannt. Die Sieben sind jedoch nicht "Diakone" im Sinn des späteren kirchlichen Amtes. Philippus wird in 21,8 als auch "Evangelist" bezeichnet.

 

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Rut

Name: oft als Freundin (rehut) erklärt, aber eher Labsal, Erquickung.

Werdegang: Rut, sie lebte um 1100 v. Chr., ist Moabiterin, wird Witwe und ist kinderlos - eine isolierte Situation voller Not. Sie geht mit ihrer Schwiegermutter Noomi (Noemi), ebenfalls Witwe, in deren Heimat nach Bethlehem in Judäa zurück. Es gehört Mut dazu, mit einer von Gott gestraften Witwe (so die gängige Meinung über eine Frau, die Mann und zwei Söhne verloren hat) freiwillig in ein fremdes Land zu gehen - selber eine kinderlose Witwe. Eine geduldete Witwe bindet sich an eine andere Witwe! In Judäa lernt sie den Verwandten Boas kennen, zeigt ihm zurückhaltend und dennoch deutlich und mutig ihre Zuneigung und heiratet ihn. Neues Leben und Rechtssicherheit wird ihr geschenkt: Ihr Sohn Obed wird zum Großvater Davids, Rut selber also eine Vorfahrin von David und Jesus.

Biblische Quelle: Das Buch Rut (entstanden im 4. Jahrhundert v. Chr.), eines der drei Bücher, die nach einer Frau benannt sind, und eines der schönsten Beispiele hebräischer Erzählkunst; ferner Mt 1,5.

Bleibende Bedeutung: Rut, aus dem bei den Judäern verhassten Volk der Moabiter stammend, überlässt sich im fremden Land der Führung Jahwes und wird dafür reichlich belohnt. Ihre Güte (sowie die des Boas) und ihr Mut haben im Segen Jahwes ihren Grund. Sie ist Vorbild darin, über Rollen-, Religions- und Nationalitätsgrenzen hinweg für Güte einzutreten. Zugleich wird die Familie als Schutzraum für schwere Zeiten gezeigt.

Darstellung: Bei den Vorfahren Christi und in der Reihe der Vorbilder für das Brautverhältnis Ecclesia - Christus werden Rut (Vorausbild der Kirche) und Boas (als Typus Christi) in Sequenzen mit angeführt. Sie trägt oft Ähren in der Hand

Gedenktag: 1. September.

 

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Sara

Name: hebräisch "Fürstin, Herrin"

Lebensdaten: Lebte zur Zeit der Väter, also zwischen 1900 und 1500 v. Chr.

Charakter: Sara wird als schöne Frau geschildert (Gen 12,11), aber auch als hart, eifersüchtig und rachsüchtig. Sie leugnet aus Angst (Gen 18, 12), kann nach der Geburt des Isaak fröhlich lachen (Gen 21, 6) und liebt ihren Sohn Isaak besitzergreifend (Gen 24, 67). Sie stirbt einsam (Abraham kommt erst später).

Werdegang: Sara ist die Frau Abrahams. Mit ihm zieht sie von Mesopotamien (Ur oder Haran) nach Kanaan (Sichern, Hebron, Bethel und Beerseba). Bei einem Aufenthalt in Ägypten verrät Abraham seine Frau, und diese gerät dadurch in den Harem des Pharao (Gen 12,10-20) - Sara schweigt jedoch. Weil sie unfruchtbar ist, überlässt Sara nach altem Recht ihre Magd Hagar ihrem Mann, dass er legitime Kinder zeuge. Aber es kommt zu Spannungen mit Hagar und zwischen den Eheleuten; Hagar wird fortgejagt (Gen 16,2; 21,10-12).

Als drei fremde Besucher bei Abraham ihr die Geburt eines Sohnes ankündigen, lacht Sara, weil sie schon 90 Jahre alt ist. Sie bekommt den Sohn Isaak (Gott lacht), stirbt mit 127 Jahren in Kirjat-Arba (mit Hebron gleichgesetzt) und wird (wie später auch Abraham) in der Höhle Machpela begraben.

Biblische Quellen: Gen 11,29-24,67; Hebr 11.

Bleibende Bedeutung: Als Sara still in sich hineinlacht, weil ihr ein Kind vorhergesagt wird, obwohl sie alt ist, zeigt sie im anschließenden Gespräch mit Gott Ansätze einer dialogischen Beziehung. Sie ist „Vorbild des Glaubens" (Hebr 11,11), weil sie in allen Wirrnissen treu zu Gott und seiner Verheißung steht. Darum „schämt sich Gott ihrer nicht" (Hebr 11,16).

Gedenktag: 9. Oktober (zusammen mit Abraham).

 

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Stephanus, Diakon

Name: griechisch "Kranz, Krone"

Werdegang: Ein Christ in Jerusalem, wahrscheinlich hellenistischer Herkunft (1), der mit sechs weiteren von der versammelten Jüngergemeinde auserwählt und von den Aposteln durch Handauflegung bestätigt wurde, damit er die Versorgung der bedürftigen Witwen sicherstellte.

Er war ein eifriger Glaubensverkünder, der in einer Auseinandersetzung mit griechisch sprechenden Juden sehr überzeugend Jesus als den Messias darzulegen wusste. Ganz ähnlich wie bei Jesus, kam es daraufhin zu einem Prozess: Das Volk wurde aufgehetzt, Anklage durch falsche Aussagen und falsche Zeugen erhoben. 

Stephanus hielt eine lange Rede vor dem Hohen Rat, der obersten richterlichen Instanz der Juden, eine Predigt über das Wirken Gottes in der Geschichte, die in scharfe Anklage mündete: "Ihr habt die Weisung von Gott erhalten, doch ihr haltet euch nicht daran. Den von den Propheten angekündigten Gerechten habt ihr verraten und ermordet."

Die Empörung des Hohen Rates war komplett, als Stephanus offensichtlich in einer Vision davon sprach, dass er diesen Jesus, dessen Verurteilung ja derselbe Hohe Rat zuvor betrieben hatte, zur Rechten Gottes stehen sehe. Voller Wut und ohne ein Urteil zu sprechen, steinigten sie Stephanus. Kurz vor seinem Ableben betete dieser mit ganz ähnlichen Worten wie Jesus am Kreuz: "Nimm meinen Geist auf", "Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an" (vgl. Apg 7,59f - Lk 23,46.34). Das geschah etwa um das Jahr 33 n.Chr. - mit dem Einverständnis des Christenverfolgers und späteren Völkerapostels Saulus.

Biblische Quellen: Apostelgeschichte 6,1 - 8,3.

Legende: Sie rankt sich um die Ereignisse von Wiederfindung, Erhebung und Überführung der Gebeine des Heiligen.

Bleibende Bedeutung: Er ist der erste Märtyrer der Kirche, der erste Jünger Jesu, der für seinen Glauben das Leben ließ. Stephanus gehört zusammen mit Laurentius zu den im Mittelalter am meisten verehrten Märtyrern.

Darstellung: Als Diakon trägt er Amikt (2), Albe (3), Dalmatik (4). Attribute sind Palme und Buch, ab dem 13. Jh. auch Steine.

Gedenktag: 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag).

(1) Hellenisten sind Judenchristen aus der Diaspora (griech.: "Zerstreuung". Gebiet, in dem die Anhänger einer Religion/Konfession in der Minderheit sind) mit griechischer Muttersprache.
(2) Schultertuch aus Leinen, das unter den liturgischen Gewändern getragen wird.
(3) Bodenlanges und hemdartiges liturgisches Gewand, welches der Priester und Diakon unter dem Messgewand trägt. Aus Leinen gewebt und weit geschnitten wird es mit einem Zingulum (Seilgürtel) gebunden.
(4) Ein gerade geschnittener Rock mit weiten Ärmeln. Liturgisches Obergewand des Diakons.

 

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Tobit

Name: hebräisch Tobia („Jahwe ist gut“), lat. Tobit

Werdegang: Der fromme Tobit wird im 8. Jahrhundert nach Ninive verschleppt. Mit seiner Frau Anna hat er einen Sohn gleichen Namens. In Ninive kommt er zu Reichtum und sieht es als seine Pflicht an, vom Herrscher erschlagene Juden zu begraben. Beim Schlaf fällt Vogelkot in seine Augen, und er erblindet. Hilfe erhalten er und Sara, die vielfaches Unglück erlitten hat, durch den Engel Rafael. Dieser begleitet den jungen Tobit, der geliehenes Geld seines verarmten Vaters zurückholen will. Mit Hilfe des Engels kann er Sara, aus reichem Hause stammend, heiraten und den Vater heilen. Einer Entlohnung entzieht sich der Engel.

Biblische Quelle: Das Buch Tobit liegt in griechischer Sprache vor, wahrscheinlich nach einer hebräischen Vorlage, von der Teile in Qumran gefunden wurden. Die Erzählung ist reich an Gebeten, Hymnen und Weisheitssprüchen. Das Buch wurde wohl um 200 v. Chr. verfasst.

Bedeutung: Hauptmotiv des Buches ist Gottes wunderbare Vorsehung für seine Frommen. Wer das Gesetz beachtet, betet und Werke der Nächstenliebe übt, steht in Gottes Huld - auch in Krankheit und Leid. Zugleich werden Kindesliebe und Elternsorge gelobt.

Darstellung: Der alte Tobit (Patron der Totengräber), wie er Tote begräbt oder von seiner Blindheit geheilt wird. Der junge Tobit (Patron der Pilger) auf der Reise, begleitet von Rafael.

Gedenktag: 13. September.

 

Teilweise basierend auf Beschreibungen von Erwin Wespel

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